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Du schläfst sieben Stunden. Aber weißt du auch, was in diesen sieben Stunden mit deiner Gesundheit passiert?

13. Okt.
4 Min. Lesezeit
Nicht nur die Schlafdauer zählt: Eine neue Langzeitstudie zeigt, wie die verschiedenen Schlafphasen – insbesondere der REM-Schlaf – mit unserer langfristigen Gesundheit zusammenhängen.
Nicht nur die Schlafdauer zählt: Eine neue Langzeitstudie zeigt, wie die verschiedenen Schlafphasen – insbesondere der REM-Schlaf – mit unserer langfristigen Gesundheit zusammenhängen.

Eine neue Langzeitstudie mit knapp 100.000 Menschen zeigt überraschende Zusammenhänge zwischen REM-Schlaf und langfristigen Erkrankungsrisiken. Warum guter Schlaf mehr ist als die Anzahl geschlafener Stunden – und was das für deine Leistungsfähigkeit und gesundes Älterwerden bedeutet.


Sieben Stunden geschlafen. Eigentlich ausreichend. Und trotzdem fühlst du dich morgens nicht wirklich erholt.

Der erste Kaffee hilft, die Termine beginnen, Entscheidungen stehen an. Du funktionierst. Vielleicht sogar auf einem sehr hohen Niveau.


Aber regeneriert dein Körper auch so gut, wie du glaubst?

In meiner Arbeit mit Führungskräften, Unternehmern und anderen High Performern erlebe ich immer wieder, wie selbstverständlich berufliche Leistung analysiert und optimiert wird.

Beim eigenen Schlaf beschränkt sich die Betrachtung dagegen häufig auf eine einzige Frage:

„Wie viele Stunden habe ich letzte Nacht geschlafen?“

Dabei könnte eine andere Frage mindestens genauso wichtig sein:

„Was passiert eigentlich während dieser Stunden in meinem Körper?“


Neue Studie: Was dein REM-Schlaf über deine langfristige Gesundheit verraten könnte

Eine im September 2026 im Fachjournal PLOS Medicine veröffentlichte Studie untersuchte die Schlafdaten von 95.559 Menschen aus der britischen UK Biobank.


Die Wissenschaftler analysierten unter anderem Schlafdauer, Schlafregelmäßigkeit und verschiedene Schlafstadien. Anschließend untersuchten sie über einen Zeitraum von durchschnittlich knapp neun Jahren, welche Erkrankungen bei den Teilnehmenden auftraten.

Das bemerkenswerte Ergebnis:

Eine längere REM-Schlafdauer war mit einem geringeren Risiko für 83 unterschiedliche Erkrankungen verbunden.

Darunter befanden sich unter anderem Herzinsuffizienz, Demenz und Parkinson.

Auch beim Tiefschlaf zeigten sich Zusammenhänge mit geringeren Erkrankungsrisiken.

Wichtig ist die wissenschaftliche Einordnung: Die Studie zeigt statistische Zusammenhänge, aber keine nachgewiesene Schutzwirkung. Zudem wurden die Schlafstadien anhand von Bewegungsdaten geschätzt und nicht direkt im Schlaflabor gemessen.


Dennoch liefert die Untersuchung eine interessante Erkenntnis: Unsere Schlafgesundheit lässt sich nicht allein an der Anzahl geschlafener Stunden beurteilen.

Der Aha-Effekt: Sieben Stunden Schlaf sind nicht gleich sieben Stunden Regeneration


Unser Schlaf ist kein einheitlicher Ruhezustand.

Wir durchlaufen verschiedene Schlafstadien, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Im Tiefschlaf finden wichtige Prozesse der körperlichen Erholung, hormonellen Regulation und Gedächtnisverarbeitung statt.

Während des REM-Schlafs ist unser Gehirn besonders aktiv. Diese Phase spielt unter anderem eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung emotionaler Erfahrungen und verschiedenen Gedächtnisprozessen.

Die Zusammensetzung und Abfolge dieser Schlafphasen bezeichnet man als Schlafarchitektur.

Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied:

Zwei Menschen können sieben Stunden schlafen – und dennoch völlig unterschiedlich erholsame Nächte erleben.


Während der eine weitgehend ungestört schläft, wacht der andere mehrfach auf oder durchläuft eine veränderte Verteilung der Schlafstadien.

Die reine Schlafdauer erzählt deshalb nur einen Teil der Geschichte.

Die neue Studie deutet darauf hin, dass solche Unterschiede auch mit unserer langfristigen Gesundheit zusammenhängen könnten.


Was bedeutet das für dich als High Performer?

Vielleicht kennst du diese Situation:

Dein Arbeitstag ist längst vorbei. Aber gedanklich beschäftigst du dich weiterhin mit Entscheidungen, Herausforderungen oder dem nächsten wichtigen Termin.

Dein Körper ist zu Hause. Dein Kopf noch im Unternehmen.

Anhaltender Stress und fehlende mentale Distanz zur Arbeit können das Ein- und Durchschlafen beeinträchtigen.


Genau diesen Zusammenhang beobachte ich regelmäßig in meiner Arbeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement und im Performance Coaching.

Viele leistungsorientierte Menschen haben gelernt, Belastungen auszuhalten und ihre Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu steigern.

Was dabei häufig zu kurz kommt, ist die Fähigkeit, bewusst zwischen Leistung und Regeneration umzuschalten.

Dabei ist genau diese Fähigkeit eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige High Performance.

Denn was bringt dir eine hohe Leistungsfähigkeit heute, wenn du langfristig dafür mit deiner Gesundheit bezahlst?


Vier Stellschrauben für einen erholsameren Schlaf

Du musst nicht jede Schlafphase mit einer Smartwatch kontrollieren. Viel sinnvoller ist es, die Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf zu verbessern.

  • Regelmäßiger Schlafrhythmus: Möglichst konstante Schlaf- und Aufstehzeiten unterstützen deine innere biologische Uhr.

  • Mentale Entlastung: Schaffe einen bewussten Übergang zwischen beruflicher Anspannung und Nachtruhe.

  • Tageslicht und Bewegung: Beides unterstützt die Regulation deines Schlaf-Wach-Rhythmus.

  • Alkohol und Koffein: Achte darauf, wie sich beides auf deine Schlafqualität auswirkt.


Wichtig: Die angezeigten REM- und Tiefschlafwerte handelsüblicher Wearables sind Schätzungen und ersetzen keine schlafmedizinische Untersuchung.

Wer trotz ausreichend Schlaf dauerhaft erschöpft ist, sollte mögliche medizinische Ursachen abklären lassen.


Deine Bestform beginnt nicht erst am Morgen

Für mich unterstreicht die neue Forschung einen wesentlichen Grundgedanken meiner Arbeit:

Nachhaltige Leistungsfähigkeit entsteht nicht dadurch, dass wir immer mehr leisten. Sondern dadurch, dass wir Belastung und Regeneration besser aufeinander abstimmen.

Deshalb betrachte ich Schlaf in meinen Coachings nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Stressbelastung, Lebensstil, Stoffwechsel und individueller Regenerationsfähigkeit.

Denn nicht jeder Mensch schläft aus denselben Gründen schlecht. Und nicht jede Schlafproblematik lässt sich mit denselben Empfehlungen verbessern.

Mein Ansatz ist deshalb individuell und datenbasiert. Es geht darum, beeinflussbare Faktoren zu erkennen und daraus eine Strategie für nachhaltige Leistungsfähigkeit zu entwickeln.


Die entscheidende Frage lautet nicht nur, wie leistungsfähig du heute bist. Sondern auch, wie leistungsfähig und gesund du in zehn oder zwanzig Jahren noch sein möchtest.

Und dafür ist erholsamer Schlaf eine wesentliche Grundlage.


Du schläfst ausreichend. Aber wie gut regenerierst du wirklich?

Vielleicht achtest du bereits auf deine Schlafdauer. Doch weißt du auch, wie gut du dich von deinen täglichen Belastungen erholst?

Fühlst du dich morgens wirklich ausgeruht? Wie schnell findest du nach intensiven Tagen wieder zu deiner Energie zurück? Und gelingt es dir, berufliche Anspannung hinter dir zu lassen?


Finde heraus, wo du aktuell stehst.

Mit meinem kostenfreien Bestform-Regenerations-Check erhältst du anhand von zehn gezielten Fragen eine erste Einschätzung deiner persönlichen Regenerationssituation und erkennst mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungen.


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Der Check dient der Selbsteinschätzung und ersetzt keine medizinische Diagnostik.


Deine Biologie. Deine Bestform.


Wissenschaftliche Quelle

Luo, J., Liu, R., Yin, J., Cao, W., Sun, S. & Chen, R. (2026). Accelerometer-derived real-world sleep stages and risk of incident diseases: A UK Biobank cohort study and phenome-wide association analysis. PLOS Medicine, 23(9), e1005213.

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