MAOA – Dein Stimmungs-Gen zwischen Balance, Energie und innerer Ruhe
- michaelgillitz
- 28. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Wir sind im vierten Teil meiner Wissensreihe zu den sogenannten „schmutzigen Genen“. In den letzten Beiträgen hast du erfahren, wie Gene wie MTHFR, COMT oder die Entgiftungsenzyme CYP, GST und NQO1 deine Gesundheit beeinflussen können. Heute stelle ich dir ein Gen vor, das oft unterschätzt wird – obwohl es entscheidend für deine Stimmung, Stressbewältigung und mentale Balance ist: MAOA.
Was ist das MAOA-Gen?
Das MAOA-Gen (Monoaminooxidase A) enthält die Bauanleitung für ein Enzym, das in erster Linie im Gehirn aktiv ist.Seine Aufgabe: den Abbau wichtiger Neurotransmitter wie
Serotonin (Wohlfühlhormon, innere Ruhe, Schlaf)
Dopamin (Motivation, Antrieb, Belohnung)
Noradrenalin & Adrenalin (Stressreaktion, Wachheit, Energie)
Man könnte sagen: MAOA ist der Stoffwechsel-Regler für deine Stimmung.Wenn das Enzym optimal arbeitet, entsteht Balance – nicht zu viel, nicht zu wenig.
Was passiert, wenn MAOA „schmutzig“ wird?
„Schmutzige Gene“ sind keine Defekte, sondern Gene, die unter ungünstigen Bedingungen nicht optimal arbeiten.Beim MAOA bedeutet das:
Überaktive MAOA-Variante → Neurotransmitter werden zu schnell abgebaut.
Folgen: Reizbarkeit, Aggression, Stimmungstiefs, depressive Verstimmungen.
Oft beschreiben Betroffene: „Nichts macht mich mehr glücklich – ich fühle mich leer.“
Unteraktive MAOA-Variante → Abbau läuft zu langsam.
Folgen: Überschuss an Dopamin/Noradrenalin → innere Unruhe, Schlafprobleme, Angstzustände.
Gefühl: „Ich stehe ständig unter Strom und komme nicht zur Ruhe.“
👉 Ob dein MAOA zu schnell oder zu langsam arbeitet, hängt nicht nur von Genvarianten ab – auch Epigenetik (Lebensstil, Ernährung, Stress, Umweltfaktoren) spielt eine zentrale Rolle.
Symptome eines „schmutzigen“ MAOA-Gens
Ein Ungleichgewicht im MAOA kann sich zeigen durch:
Stimmungsschwankungen & depressive Phasen
Reizbarkeit, Aggressivität oder Impulsivität
Antriebslosigkeit oder starke Müdigkeit
Schlafprobleme & innere Unruhe
Stressintoleranz, Angst oder Panikattacken
Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Alkohol, Koffein oder Histamin
Besonders spannend: Viele Menschen, die immer wieder „unerklärlich“ mit Stimmungstiefs oder innerer Unruhe kämpfen, finden den Schlüssel oft in der Regulation ihres MAOA.
Wie kannst du dein MAOA-Gen „reinigen“ und unterstützen?
Die gute Nachricht: Du bist nicht Opfer deiner Gene. Durch Ernährung, Nährstoffe und Routinen kannst du aktiv Einfluss nehmen.
🔹 Nährstoffe & Mikronährstoffe
Vitamin B2 & B6: Cofaktoren für den Neurotransmitterstoffwechsel
Magnesium: beruhigt das Nervensystem, senkt Stresshormone
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): stabilisieren Nervenzellen und wirken entzündungshemmend
Antioxidantien (Curcumin, Resveratrol, Coenzym Q10): schützen vor oxidativem Stress im Gehirn
🔹 Ernährung
Vermeide Alkohol & übermäßigen Koffein → belasten MAOA zusätzlich.
Achte auf ausreichend Eiweiß, da Aminosäuren die Basis für Neurotransmitter sind.
Reduziere histaminreiche Lebensmittel (z. B. Rotwein, gereifter Käse, Tomaten), wenn du zu Unruhe neigst.
🔹 Lebensstil & Routinen
Regelmäßiger Schlafrhythmus → Neurotransmitter regenerieren nachts.
Moderater Sport (3–4×/Woche) → fördert Serotonin & Dopamin-Balance.
Stressreduktion: Meditation, Qi Gong, Yoga oder Atemübungen stabilisieren das Nervensystem.
Tageslicht & Natur: steigern Serotoninspiegel auf natürliche Weise.
Warum das Wissen über dein MAOA so wichtig ist
Viele Menschen suchen die Ursache für Stimmungsschwankungen, innere Unruhe oder Erschöpfung allein bei Stress oder äußeren Umständen. Dabei übersehen sie: Oft spielt ihr MAOA-Gen eine entscheidende Rolle.
Wenn du weißt, wie dein MAOA arbeitet – und es gezielt unterstützt – kannst du:
deine Stimmung stabilisieren,
Stress besser bewältigen,
gesünder schlafen,
und insgesamt mehr Lebensqualität und innere Ruhe gewinnen.
Fazit
Das MAOA-Gen ist wie der stille Dirigent deines inneren Orchesters. Es bestimmt, ob Serotonin, Dopamin und Noradrenalin harmonisch zusammenspielen – oder ob Chaos entsteht. Mit den richtigen Stellschrauben aus Ernährung, Mikronährstoffen und Lebensstil kannst du dein MAOA „reinigen“ und in Balance bringen.
So wird Resilienz nicht nur körperlich, sondern auch mental erlebbar.
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